Limousin Lëtzebuerg

Der Ursprung

Die Limousins wurden 1972 nach den Angus (1954), und den Charolais (1957) als dritteFleischrasse auf Betreiben des damaligen Direktors der Ackerbauverwaltung, Herrn Victor Fischbach, in Luxemburg eingeführt.

Wegen ihrer bekannten Vorteile, passte diese Rasse exzellent in die luxemburgische Landwirtschaftsstrukturen. Heute gibt es in Luxemburg, schätzungsweise 40 000 Limousintiere oder Limousinkreuzungen. Dem Bedürfnis vieler Halter und Züchter entsprechend, wurde ebenfalls 1972 die Dachgenossenschaft, der E.L.B.L. (Eleveurs Luxembourgeois de Bovins Limousins; Vereinigung Luxemburger Limousinzüchter), gegründet, um die spezifischen Interessen der Rasse zu verteidigen.

Gründungspräsident war der unermüdliche Herr René Schintgen, unter dessen Impulse vor allem der internationale Zuchtviehmarkt erschlossen wurde.

Wir Heute

Die Lëtzebuerger Limousinsziichter betreuen knapp 150 Mitglieder. Der statutarische Auftrag der Lëtzebuerger Limousinsziichter ist u.a. wie folgt festgelegt :

Den Mitgliedern auf allen Gebieten der Zucht, Produktion, und Vermarktung Hilfestellungen geben ;

Durchführung verschiedener gezielter Aktionen, welche den Produzenten, den Verarbeiter, den Verkäufer und den Verbraucher über die Vorteile der Limousin-Rasse informieren;

Untersuchungen und Analysen erstellen, welche in direktem Zusammenhang zu der Produktion und Vermarktung von Limousin-Tieren stehen.

Diese Anstrengungen im Dienste der Limousin-Rasse und deren Halter, geschehen in enger Zusammenarbeit und Abstimmung einerseits mit der Tierzuchtabteilung des Landwirtschaftsministeriums und andererseits mit dem Luxemburger Herdbuchverband, welcher sowohl für die Leistungsprüfung, deren Auswertungen, aber auch für die offizielle Herdbuchführung verantwortlich ist.

DieLëtzebuerger Limousinsziichter auf nationaler und internationaler Ebene

  • Die Lëtzebuerger Limousinsziichter haben sich zu einem festen Bestandteil der Luxemburgischen organisierten Landwirtschaft entwickelt. Die Hauptaktivitäten sind folgende:
  • die Nationale Jungviehausstellung in Ettelbrück im Februar
  • der Nationale Zuchtviehwettbewerb in Ettelbrück im Juni/Juli
  • die Limousinbeprechung in einem angeschlossenen Zuchtbetrieb
  • das Familienfest
  • die Studienreisen ins In- und Ausland
  • die Verteidigung der Interessen der Fleischrinderhalter:
    • im (mit dem) Luxemburger Herdbuchverband
      1. aktive Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Fleischrinderhaltung
      2. ein Limousinrassevertreter im HL-Vorstand
    • in der Landwirtschaftspolitik
      1. Arbeitssitzungen mit dem Landwirtschaftsministerium
      2. aktive Meinungsbildung bei den Verantwortlichen der Landwirtschaftskammer und den landwirtschaftlichen Gewerkschaften
    • in der öffentlichen Meinung
      1. Veröffentlichung von Fachartikeln in der landwirtschaftlichen und allgemeinen Presse
      2. Erstellung von Broschüren für Produzent, Züchter,Verarbeiter und Verbraucher
      3. Werbung für das Produkt Rindfleisch

Die alljährige Nationale Jungviehausstellung mit Verkaufsschau im Februar in Ettelbrück (Halle Herdbuch) zieht immer wieder zahlreiche Besucher und interessierte Käufer aus dem In- und Ausland an.

Die Lëtzebuerger Limousinsziichter sind Mitglied im “Conseil International Limousin”. Als Herdbuchmitglied, sehen die Lëtzebuerger Limousinsziichter im EUROLIM die Interessen der Luxemburgischen Limousinzucht durch den Luxemburger Herdbuchverband würdig vertreten.

Einige internationale Schwerpunkte :

  • regelmässige und offizielle Kontakte mit den Züchtern und Zuchtverantwortlichen im “berceau de race”, namentlich mit Herdbook Limousin Français” und der UPRA France Limousin Sélection”
  • geschäftliche und persönliche Beziehungen zu den Verantwortlichen des EUROLIM, sowie den verantwortlichen Verbandsführer der ausländischen Zuchtorganisationen
  • traditionnelle Teilnahme an der EUROVIANDE in Metz
  • regelmässiger Informations- und Tierstand auf der EUROTIER in Hannover
  • erfolgreiche Teilnahme am ersten “CONCOURS EUROPEEN”in Paris
  • mehrfache Teilnahme an der “Foire Agricole” in Libramont
  • routinemässige Exporte Luxemburger Zuchttiere
  • Entsendung von Lëtzebuerger Limousinsziichter-Limousin-Richtern zu ausländischen Schauen
  • Aufnahme von Luxemburger Bullen in die Teststation Lanaud
  • Organisation von Studien- und Touristreisen für ausländische
  • Gäste nach Luxemburg, sowie für luxemburgische Limousin-Züchter ins Ausland

Der luxemburger Auftritt gelegentlich des ersten “CONCOURS EUROPEEN” 1998 in Paris war ein grosser Erfolg.

v.l.n.r.:

HOMELIE (Biren) wurde EUROPÄISCHE RESERVESIEGERIN bei den Kühen

JAUSEL (Clemes) wurde EUROPÄISCHE RESERVESIEGERIN bei den Färsen

ELKE (Hilgert) erreichte die FINALTEILNAHME bei den Kühen

FORANCETTE (Risch) war die EUROPÄISCHE SIEGERIN der Kühe.

Die luxemburger Gruppe (Bild) erreichte in der Länderwertung den zweiten Platz hinter Frankreich.